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Flagellantismus

Der Flagellantismus (vom lateinischen flagellum: Peitsche, Dreschflegel) bezeichnet eine sexuelle Vorliebe dafür, sich entweder selbst zu schlagen oder von einem Partner schlagen zu lassen. Beim Flagellantismus spielt das Phänomen des Lustschmerzes eine wichtige Rolle.

Die Geißelung wird auch Flagellation und die Anhänger dieser Sexualpraktik Flagellanten genannt. Hier besteht jedoch eine Verwechslungsgefahr zu der ebenfalls Flagellanten genannten christlichen Laienbewegung ("die Geißler").

Der Flagellantismus ist eine Untergruppe des Sadomasochismus genannten Teilbereichs des BDSM. Nach veraltetem Verständnis sind Flagellanten Masochisten. Heute bezeichnet "Masochismus" dagegen eine medizinische Diagnose, unter die die meisten Mitglieder der BDSM-Subkultur nicht fallen. Die allgemeine und neutrale Bezeichnung ist "Bottom".

Der Flagellantismus ist mit Spanking verwandt, aber nicht identisch. Beim Spanking steht das Erziehungsspiel im Vordergrund, hier sind Rollenspiele mit Ageplay beliebt und es herrscht eine nahe Verwandtschaft zum erotischen Spanking. Im Gegensatz dazu bevorzugen Flagellanten meistens harte Züchtigungen mit einem sehr schmerzhaften Schlagwerkzeug wie einer Peitsche oder einem Rohrstock, wobei auch auf den Rücken, die Fußsohlen oder andere Körperteile geschlagen wird; der Schmerz und dessen Umwandlung in Lustschmerz steht im Vordergrund.

 
 
   
           
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